Airless Dispenser Systeme vs. Standard Seifenpumpen oder Lotionpumpen

Airless Dispenser Systeme vs. Standard Seifenpumpen oder Lotionpumpen

Seifenpumpen oder Lotionpumpen

Abbildung 1: Seifenpumpen oder Lotionpumpen in verschiedenen Ausführungen. Auch Pumpzerstäuber oder Fingerzerstäuber arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip.

Diese Pumpen sind sehr weit verbreitet und werden für alle Arten von flüssigen und gelartigen, nicht zu festen Seifen, Cremes, Lotion usw. eingesetzt. Dabei wird die Pumpe einfach auf eine PET oder PE Flasche geschraubt und das Füllgut über einen Schlauch nach oben gepumpt.

Gepumpt wird einfach durch mechanisches nach unten drücken des Pumpkörpers. Der Pumpkörper wird dann durch eine Edelstahlfeder wieder nach oben gezogen, wodurch ein Vakuum entsteht, welches das Füllgut über den Schlauch in den Pumpenkörper saugt. Als Ventile dienen Kugeln aus Kunststoff oder Glas, welche den Pumpenkörper in Richtung Schlauch und in Richtung Austrittsöffnung abdichten. Gleichzeitig werden beim Pumpvorgang Kanäle geöffnet, welche das Einströmen von Luft in den Behälter erlauben, die Flasche würde sich ansonsten zusammenziehen und die Förderleistung der Pumpe wäre negativ beeinträchtigt.

Dieses System ist einfach, günstig und bewährt, hat aber einige Nachteile:

Ein großer Nachteil ist das Einströmen von Luft in die Flasche. Diese ungefilterte Luft enthält Bakterien und Schimmelsporen, welche dann in Kontakt mit dem Füllgut kommen. Besonders bei Kosmetik mit wenig oder keinen Konservierungsmitteln, kann das sehr schnell zum Verderb des Füllgutes führen. Auch die Oxidation durch den zugeführten Sauerstoff ist oft ein Thema. Ein weiteres Problem kann die Metallfeder im Pumpenkörper darstellen. Gewissen Füllgüter reagieren mit dem Metall, was zur Unbrauchbarkeit des Füllgutes führen kann. Seifen- und Lotionpumpen ohne Metallbestandteile sind zwar erhältlich, sind jedoch deutlich teurer als Standard Pumpen mit Metall. Ebenfalls ein Nachteil für von Standard Seifenpumpen ist, dass diese nicht über Kopf eingesetzt werden können, das der Schlauch in diesem Falle nur Luft ansaugen würde. Dieser Nachteile ist weniger bei Pumen ausschlaggebend, sehr wohl jedoch bei den sehr ähnlich funktionierenden Pumpzerstäubern.

Airless Dispenser

Abbildung 1: Verschiedene Airless Dispenser

Sogenannte Airless Spender – oder auch Airless Dispenser – wurden nun so konstruiert, dass alle oben genannten Nachteile ausgeschaltet wurden, ohne andere Nachteile zu erzeugen.

Die Funktionsweise von Airless Spendern ist wie folgt:

Airless Dispenser bestehen grob dargestellt aus drei Teilen. Dem Kopfteil (Pumpkopf) dem Behälter und dem Kolben. Ausgeliefert wird der Airless Spender in zwei Teilen – dem Kopfteil und dem Behälter mit bereits eingesetztem Kolben. Anders als bei der Seifenpumpe kommt beim Airless Spender kein Schlauch zum Einsatz.

Das durch den Pumpvorgang entnommene Füllgut wird nicht durch eindringende Luft ersetzt, sondern saugt den Kolben nach oben. Somit wird nicht nur das Eindringen von Luft in den Dispenser vermieden, sondern auch im Spender enthaltene Luft entfernt. Im Behälter befindet sich also keine Luft – daher der englische Name „Airless“ für „ohne Luft“. Im Kopfteil des Spenders ist eine Kunststoff Balg eingebaut, welcher durch das auf und ab bewegen, ähnlich wie bei der Seifenpumpe ein Unterdruck erzeugt wird, welcher das Füllgut aus dem Behälter ansaugt. Anders als bei der Seifenpumpe, dient beim Airless Spender eine Membrane aus weichem Kunststoff als Ventil. Das Volumen pro Hub (pro Pumpvorgang) wird durch das Volumen des Balges vorgegeben. Bei den von Packari.com angebotenen Airless Dispensern liegt das Volumen pro Hub zwischen 0,2 ml (Dispenser Nano) und 2 ml (Dispenser Macro).

Airless Dispenser sind 100% frei von Metallen. Da im Dispenser keine Luft enthalten ist und auch kein Schlauch verwendet wird, ist ein Pumpen in jeder Lage möglich, auch über Kopf. Eine weitere von Packari.com angebotene Variante ist der Self Closing Airless Spender. Bei diesem Spender unterscheidet sich der Penderkopf, indem die Austrittsöffnung durch ein weiteres Ventil geschlossen wird. So ist die Austrittsstelle immer sauber und vor Schimmelbildung oder unschönen Verfärbungen geschützt.

Airless Dispenser sind als Einwegverpackung konzipiert. Das Nachfüllen der Spender wäre möglich, die Spender lassen sich jedoch relativ schwer wieder öffnen (der Pumpkopf von Behälter trennen). Auch die Reinigung der Spender ist problematisch. Beim Reinigen durch Wasser werden oft mehr Keime zugeführt, als entfernt!

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